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Ich habe etwas verstanden

By claude | February 8, 2010

Unsere älteste Tochter besucht ein Gymnasium. Es gefällt ihr so gut oder schlecht, wie halt eben Schule gefällt oder missfällt: Mal so, mal so. Dementsprechend wird auch auf Fragen nach der Schule oft recht einsilbig reagiert: Papa, lass es!

Letztens abends erzählte sie jedoch von ihrer neuen Französisch-Lehrerin. Ausführlich wurde beschrieben, wie die Lehrerin etwas erklärte, an der Tafel anschrieb und die Schüler abschreiben ließ. Eine Unterrichtsform, die für unsere Ohren daheim nicht gerade innovativ klang. Unsere Tochter jedoch war begeistert. „Ich verstand alles und wir durften es sogar abschreiben.“ Das war anscheinend beim vorigen Lehrer anders, da wurde weder etwas erklärt noch angeschrieben, folglich auch nicht abgeschrieben. Die Arbeit begann immer zu Hause, bei der Nach(?)arbeit mit der Mutter. Komisch, wie einfach Schüler und Eltern manchmal glücklich zu machen sind: Verständliche Ergebnisse aus dem Unterricht (!) ordentlich abschreiben dürfen. 

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11 Responses to “Ich habe etwas verstanden”

  1. Peter Says:
    February 18th, 2010 at 10:05

    Jaja, dass hat mir damals auch gefehlt! Gute Lehrer, die mit Herzblut dabei sind, sind echt selten! :)

  2. Philipp Says:
    February 18th, 2010 at 14:16

    Meinen Sie Nach(?)arbeit oder Nach(t)arbeit? Das Pensum lässt sich ja teilweise leider nicht in einer überschaubaren Zeit absolvieren.

  3. claude Says:
    February 18th, 2010 at 20:12

    Ich meine Nach?arbeit, weil manchmal ist es halt eben auch DIE Arbeit und keine NACHarbeit, weil die Vorarbeit in der Schule nicht gemacht wurde, das wird dann manchmal schon auch zu einer NachTarbeit, wenn man nach acht noch für Arbeiten lernt. Na, ja, früher ging es in der Schule glaube ich tendenziell eher ohne Eltern und Nachhilfe, das war aber vor dem schlimmen PISASCHOCK.

  4. Andreas Says:
    February 23rd, 2010 at 09:02

    Prinzipiell ist an dieser Lehrmethode ja auch überhaupt nichts falsch. Viele Menschen lernen so auch besonders gut. Ich kann Gelerntes auch besser verinnerlichen, wenn ich es nochmals aufschreibe. Vor allem ist wichtig, dass die Inhalte verstanden werden, das scheint die Lehrerin ja zu schaffen. In anderen Fächern würde es vielleicht nicht funktionieren, zum Beispiel Physik, da helfen Experimente mehr, also dass man die Naturgesetze, die man lernt, für die Schüler auch erfahrbar macht.

  5. Vanessa Says:
    March 1st, 2010 at 22:58

    Ich finde es auch gut, viel aufzuschreiben. Wie schon gesagt, lernen einige so leichter. Aber vor allem hat dann jeder in der Klasse das Gleiche im Heft stehen. So kann keiner, kein Schüler und kein Lehrer, sagen, dass etwas nicht besprochen wurde.

  6. Thomas Says:
    April 8th, 2010 at 10:13

    Ich hab auch immer so gelernt, allerdings nicht von der Tafel abgeschrieben, sondern vom Nachbarn. *gg*

    Aber eins frag ich mich, wieso muss es immernoch eine Nacharbeit geben, nach meinem Verständnis, sollte doch jeder Schüler in der Schule lernen und nicht zu Hause nacharbeiten müssen, das ist irgendwie so als würde der Bäcker das Mehl mit nach Hause nehmen um die Brötchen nachzuarbeiten.

  7. claude Says:
    April 11th, 2010 at 14:54

    gute Frage, manchmal ist es so, als ob der Bäcker das Mehl mit nach Hause gibt, damit die Eltern ihren Kindern Brötchen backen…

  8. Steffen Says:
    May 24th, 2010 at 09:29

    Bin gerade auf deinen Artikel gestoßen und muss sagen, dass mir das alles sehr bekannt vorkommt. Unser Sohn geht derzeit in die 8. Klasse und hat ähnliche Probleme mit den Lehrer. Abgesehen von zwei drei Ausnahmen, die ihren Beruf noch sehr ernst nehmen, sind an der Schule hauptsächlich Kräfte, die resigniert ihren Stoff durchziehen. Sollen die Schüler doch sehen wo sie bleiben. Da ist man leider ziemlich hilflos.

  9. claude Says:
    May 25th, 2010 at 05:48

    allerdings muss man auch sagen, dass man als Eltern viel lernen kann, wenn man mit seinen Kindern längst verschollene Dinge wiederholen muss, aber manchmal würde man auch gerne etwas anderes machen, als lebenslang zur Schule verurteilt zu sein,…

  10. Christof Says:
    June 7th, 2010 at 14:55

    Zu meiner Schulzeit - die schon eine ganze Weile her ist - gab es leider nur wenige Lehrer dieser Spezies. Dieser Tage hat man echt das Gefühl, dass die Lehrer resignieren.

  11. claude Says:
    June 7th, 2010 at 16:11

    Muss man aber nicht, ich freue mich immer wieder Lehrer zu sein.

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